Freiheit! Poesie! Hopp etz!

Juni 2018

Der Blockdichter beim Amnesty Freedom Slam in Erlangen

Am 10.06.2018. hat die Erlanger Hochschulgruppe von Amnesty International zu einem Freedom Slam eingeladen. Ein Freedom Slam ist wie ein Poetry Slam, nur entspannter. Wir haben zu Keksen, Börek, Tee und Bier gemütlich zusammengesessen und uns die verschiedenen künstlerischen Ideen angesehen und angehört.

Um die Organisator*innen selbst sprechen zu lassen:

„Leider ist es für viele Menschen weltweit keine Selbstverständlichkeit, ihre Meinung frei äußern zu können, in Wort, Schrift oder Bild. Nach wie vor sitzen viele kritische Künstler*innen und Journalist*innen in Haft. Stellvertretend für all diese Menschen möchten wir an dem Sonntag im Juni zusammenkommen und mit klassischem Poetry Slam, Musikeinlage oder kleiner Kunstperformance ein Zeichen für die Menschenrechte weltweit setzen. Alle Beiträge kreisen dabei um das Thema Menschenrechte. Sei es um die Thematisierung von Menschenrechtsverletzungen hier oder anderswo, der Unantastbarkeit der Würde, Widerstand gegen Diskriminierung und Repression oder dem solidarischen Schulterschluss mit Menschenrechtsverteidiger*innen weltweit.“

Unsere Redaktion hat sich vor allem mit den Menschenrechtsthemen Bildung,  soziale Ungerechtigkeit und Marginalisierung auseinandergesetzt. Dabei haben wir am eigenen Leib, vor allem an dem eigenen Text gemerkt, wie schwer es ist, thematisch festgelegt zu schreiben. Was sagt man, wenn man seine Meinung frei äußern kann, aber einem die Themen nicht wirklich handfest erscheinen? Oder, wie die Erlanger Amnestys es ausdrücken, „Zum Motto fällt Dir spontan Nichts ein und du siehst den Wald vor lauter menschenrechtsrelevanten Bäumen nicht?“  Irgendwo muss man anfangen, z.B. damit,  die guten alten Menschenrechte mal durchzulesen (Literaturtipps unten). Sich mal ein paar Formulierungen auf der Zunge zergehen lassen: „[Es ist verkündet worden, dass] einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,[…]“. Was soll man denn dazu noch sagen? Dem Prinzip widerspricht niemand. Auch den einzelnen Artikeln kaum, zumindest in Deutschland. Trotzdem werden die Menschenrechte auch hier unter der Hand missachtet. Deutschland ist einer der Hauptemissenten von Treibhausgasen, die Armut steigt mit dem sich ausweitenden Niedriglohnsektor weiter, Kinderrechte werden allgemein in Form von bestehender sozialer Ungerechtigkeit oder konkret im Falle von fehlenden Besuchszeiten für Kinder inhaftierter Eltern vernachlässigt . Wo wird  das Ganze real? Wo hat es uns betroffen, wo können wir uns die Auswirkungen ausmalen? Wie schreiben wir über den himmelweit klaffenden Spalt zwischen erhabenen Dokumenten und dem Zustand im  durchorganisierten, verbehördeten, es-ist-doch-alles-geregelt und dafür-ist-wer-anders-zuständig Deutschland?

Zwei Texte sind entstanden und wurden von einem Teil der Redaktion beim Freedom Slam vorgetragen. Hier einer davon:

Astrid Lindgren und die Lähmung der Kinderrechte

 

 

http://uni.amnesty-erlangen.de/2018/05/slam-for-freedom-neuer-termin/

https://www.un.org/Depts/german/menschenrechte/aemr.pdf).

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/startseite/

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/show/kurzfassung-entwicklung-der-menschenrechtssituation-in-deutschland-juli-2016-juni-2017/

https://tbinternet.ohchr.org/_layouts/treatybodyexternal/SessionDetails1.aspx?SessionID=1177&Lang=en

http://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/DE/Bericht/Der-fuenfte-Bericht/fuenfter-bericht.html

https://www.kinderpolitik.de/kinderrechte/kinderrechte-in-deutschland

 

 

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