Der Sinn

Fernab von Tragik und Dramaturgie der ewigen Suche, scheint sie noch durch, die allzu menschliche Lüge nach dem Sinn. Der Drang nach Verstehen und Anerkennung, der Betrug der Weisheit nur um sie teilen zu können.

Doch wir kämpfen unerbittlich für die Wahrheit. Streben wird sie dennoch nur im subjektiven Konstrukt eines jeden Einzelnen. Ein Absurdum zu glauben, sie sei ein absoluter Zustand. So vermögen es die Besten Wahrsager zu schweigen, denn ihre Wahrheit bleibt nur so lange wahr bis sie ausgesprochen wird.

Alles ist richtig und falsch, nichts ist wahr und gelogen. Perfektion nur Erfindung und Trugschluss von nie dagewesener Unvollkommenheit. Letztlich kämpfen wir am Ende nur gegen die Zeit, doch die Zeit kämpft nicht, sie passiert lediglich, ohne alles jemals wahrgenommen zu haben. Im Sein der lethargischen Erhabenheit, ziellos und für immer.

Die Existenz ohne Sinn, glückselig für nichts, gleichgültig für alles. So tragt hoch die Freiheit von Willkür und Belanglosigkeit, denn sie ist nicht der Sinn, aber das Leben.

Von Konstantin Körber

One thought on “Der Sinn”

  1. Wenn das Leben keinen Sinn hat, dann warum schreibst du einen Text darüber? Gibst du dem (deinem) Leben nicht dadurch wieder Sinn?

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